Freie Nachrichten

Regensburg














Historische Ereignisse:

Zum 15. Todestag von Leon Degrelle

 

Leon Degrelle wurde am 15.Juni 1906 in Bouillon als Sohn eines Bierbrauers und frankophilen belgischen Abgeordneten der Provinz Luxemburg geboren. Er hatte noch sieben Geschwister. Nach dem Besuch des Jesuitenkollegs in Namur studierte er ab 1925 an der Katholischen Universität Löwen zuerst Philosophie und Literatur, dann Jura und Politische Wissenschaften. Aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten wird er 1928 Vorsitzender der Katholischen Studentenschaft. Zwei Jahre später wird er Mitarbeiter bei  der katholischen Zeitung Rex (Christus König)
Daraus entstand dann kurze Zeit später  die Partei Rex, deren Chef Degrelle wurde.
Wegen der anhaltenden schwierigen innenpolitische Lage Belgiens konnten die Rexisten 1936 bei den Parlamentswahlen 11% der Wählerstimmen erzielen.
Kurz nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht am 10.Mai 1940 wurde Degrelle kurzfristig  von den belgischen Behörden verhaftet.

Nach Beginn des Russlandfeldzuges am 22. Juni 1941  warb Degrelle wallonische Freiwillige an, die im Rahmen der wallonischen Legion ab dem Sommer 1941 mit der Wehrmacht gegen die Bolschewisten kämpften.
1943 wurde die Legion als „Legion Wallonie“ in die Waffen-SS eingegliedert. Im November 1943 wurde die Legion Bestandteil der 5.SS-Panzerdivision „Wiking“
Besonderen  Verdienst erwarb sich  Degrelle im Februar 1944 als er im Rahmen der Division „Wiking“ als Sturmbrigade den Kessel von Tscherkassy durchbrach und somit über 40000 Soldaten vor der Gefangennahme rettete. Im November 1944 erhielt Degrelle als erster Ausländer das Eichenlaub zum Ritterkreuz, weil er an der Ostfront einen Durchbruch der Roten Armee verhindern konnte. Im Sommer 1944 wurde die 28. SS-Freiwilligen-Grenadierdivision Wallonien gebildet, deren Führung er übernahm. Im Februar/März 1945 wurde die Division bei den Kämpfen bei Berlin fast vollständig aufgerieben.

Nach dem Zusammenbruch flüchtete er nach Spanien. Dessen  Staatschef General Franco gab trotz internationalen Drucks, Degrelle auszuliefern, nicht nach und gewährte ihm in Spanien Zuflucht. In seinem spanischen Exil schrieb der weiterhin tiefgläubige Katholik  Degrelle zahlreiche Bücher, in seinem letzten Buch, erschienen im Jahr 1990 mit dem Titel  „Denn der Haß stirbt“ schreibt Degrelle: „Die Geschichte wägt die Verdienste der Menschen. Über alle irdischen Unvollkommenheiten hinweg, hatten wir unsere Jugend rückhaltlos geopfert. Wir hatten für Europa, seinen Glauben und seine Kultur gekämpft. In Aufrichtigkeit und Opferbereitschaft waren wir bis zum Ende treu geblieben. Früher oder später müssen Europa und die Welt die Gerechtigkeit unserer Sache und die Reinheit unserer Hingabe anerkennen. Denn der Hass stirbt… Aber alles Große ist ewig.“ Am 1. April 1994 starb Leon Degrelle im spanischen Malaga im Alter von 87 Jahren.

Vor 90 Jahren: Die Bluttat vom 4. März 1919

Die Vorgeschichte zur Tragödie vom 4. März 1919 begann mit dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns und der Ausrufung der Tschechoslowakei im Oktober 1918. In diesem neuen Staat lebten plötzlich nun auch über 3 Millionen Deutsche, die sich weiterhin eng verbunden mit den Deutsch-Österreichern fühlten. Bereits im November 1918 forderten die Deutsch-Böhmen bzw. Sudetendeutschen ihr Selbstbestimmungsrecht ein und verlangten den Anschluss an Deutsch-Österreich. Die tschechische Staatsführung interessierte dies allerdings herzlich wenig und im Dezember 1918/Januar 1919 besetzten sie mit Truppen die sudetendeutschen Gebiete. Die Siegermächte des 1. Weltkrieges nahmen die tschechische Okkupation tatenlos hin. Anfang März 1919 wollten die Sudetendeutschen an der Wahl der Nationalversammlung in Wien teilnehmen. Dies wurde ihnen allerdings von den tschechischen Behörden untersagt. Aus Protest dagegen riefen die Sudetendeutschen für den 4. März 1919 zum Generalstreik und zu Demonstrationen auf. Die tschechische Seite reagierte auf die friedlichen Kundgebungen der Sudetendeutschen damit, dass sie das Feuer auf sie eröffnete. Dabei wurden 54 Sudetendeutsche, unter ihnen alte Männer, Frauen und Kinder getötet, über hundert weitere Teilnehmer zum Teil schwer verletzt. Nach dem Ende dieses blutigen Tages machte der sudetendeutsche Sozialdemokrat Josef Seliger in einer Ansprache deutlich, dass mit einem solchen tschechischen Staat kein Zusammenleben mehr möglich war.







Ruhestatt Kerschbaumer
Letzte Ruhestätte von Sepp Kerschbaumer in Frangart Südtirol
Quelle und Autor: Unterillertaler
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Vor 95 Jahren

Am 9. November 1913 wurde Sepp Kerschbaumer in Frangart bei Bozen/Südtirol geboren. Schon seit seiner frühesten Jugend war Kerschbaumer ein glühender deutscher Patriot, der sehr unter der faschistischen italienischen Besatzung Südtirols (1919 wurde Südtirol durch Italien besetzt.) litt. 1933 musste er in der italienischen Armee seinen Wehrdienst ableisten. Nur ein Jahr später geriet er in Konflikt mit der italienischen Besatzungsjustiz als er an einer verbotenen Versammlung deutscher Südtiroler teilnahm. Das Urteil zwei Jahre Verbannung, nach einem Jahr wurde die Strafe allerdings erlassen, weil Italiens Duce Benito Mussolini an besseren Beziehungen zu Hitlers Deutschland interessiert war. Ab 1936 leitete Kerschbaumer sein elterliches Geschäft. In der Optionszeit entschied sich Kerschbaumer 1939 für Deutschland, was wegen seiner deutsch-patriotischen Gesinnung nur folgerichtig war. In den kommenden Jahren ging er aber auf Distanz zum NS-Staat, da Kerschbaumer davon überzeugt war, dass Hitler die Deutsch-Südtiroler zugunsten seines Achsenpartners Mussolini an Italien verkauft hatte. Nach dem Bruch der Achse durch Italien im September 1943 wurde Südtirol schließlich ein Bestandteil des Deutschen Reiches und Kerschbaumer leitstete seinen Militärdienst bei der Wehrmacht ab.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Kerschbaumer Mitglied der Südtiroler Volkspartei (SVP). Bei einer Großkundgebung der SVP am 17. November 1957 im Schloss Sigmundskron verteilte er ein Flugblatt mit der Forderung nach einem freien Südtirol. Weiter hieß es in dem Flugblatt: „Deutsch wollen wir bleiben und keine Sklaven eines Volkes werden, welches durch Verrat und Betrug unser Land kampflos besetzt hat und seit 40 Jahren ein Ausbeutungs- und Kolonisationssystem betreibt, welches schlimmer ist als die einstigen Kolonialmethoden in Zentralafrika“ Kurz nach dieser Aktion begann er Vertraute zu versammeln und gründete eine Untergrundorganisation, der er den Namen Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) gab. Anfangs verteilten Kerschbaumer und die BAS-Aktivisten Flugblätter und leisteten symbolischen Widerstand in dem sie die von den italienischen Behörden strengstens verbotene Tirol-Fahne hissten.  Bei einer dieser Aktion wurde er verhaftet, kam aber bald wieder frei.

Im Jahr 1961 eskalierte dann der Konflikt, Kerschbaumer und seine Anhänger entschlossen sich, mit einer Reihe von Sprengstoffanschlägen die Weltöffentlichkeit auf die Unterdrückung der Deutsch-Südtiroler aufmerksam zu machen. Grundsatz  war dabei, dass bei diesen Anschlägen keine Menschen zu Schaden kommen dürften. Am Herz-Jesu Tag im Jahr 1961 kam es dann zur berühmten sog. Feuernacht als zahlreiche Strommasten gesprengt wurden. Kurze Zeit später wurden Kerschbaumer und etliche seiner Gefolgsleute von den italienischen Behörden verhaftet. In der italienischen Kerkerhaft wurde Kerschbaumer mehrfach gefoltert.

Im Mailänder Prozess wurde Kerschbaumer als Anführer der BAS am 16. Juli 1964 zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt. Nur wenige Monate nach dem Urteil starb Kerschbaumer nach offiziellen italienischen Angaben am 7. Dezember 1964 im Gefängnis an einem Herzinfarkt. Seine Beerdigung wurde mit 20 000 Teilnehmern zu einer machtvollen Demonstration für die Freiheit Südtirols.
Mit Sepp Kerschbaumer starb ein aufrechter deutscher und Südtiroler Freiheitskämpfer

 



Revolutionärer Matrose in Berlin

Statue eines revolutionären Matrosen in Berlin

Quelle und Autor: Vattkopp
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Vor 90 Jahren

Das Ende der Monarchie in Deutschland

Nach vier Jahren Sterben und Leiden an den Fronten des 1. Weltkrieges war das Deutsche Reich wirtschaftlich am Ende und die Bevölkerung kriegsmüde. Unter dem Einfluss der russischen Oktoberrevolution von 1917 propagierten nun auch in Deutschland Sozialisten  gegen die weitere Kriegsführung. Aufgrund dieser Propaganda und der für die Arbeiter auch aufgrund der britischen Hungerblockade immer schlechter werdenden Versorgungslage kam es immer häufiger zu Streiks und Unruhen.

Die Lage eskalierte dann Ende Oktober 1918, als die Marineleitung noch einmal versuchte, mit der Hochseeflotte eine Entscheidungsschlacht mit der britischen Marine zu suchen. Die meisten Matrosen empfanden diesen Einsatz allerdings als „Himmelfahrtskommando“ und meuterten gegen diesen Befehl. Am 3. November 1918 kam es dann zur großen Matrosendemonstration in Kiel, drei Tage später weitete sich der Matrosenaufstand, der von sozialistischen Wortführern gesteuert wurde, zur Revolution in Deutschland aus. Am 7. November 1918 musste nach einer Großdemonstration von Arbeitern und Soldaten der bayerische König Ludwig III aus München fliehen. Damit endete die jahrhundertlange Herrschaft der Wittelsbacher. Einen Tag später rief der jüdischstämmige Sozialistenführer Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. Unter dem Druck der revolutionären Ereignisse im Land erklärte am 9. November 1918 Reichskanzler Max von Baden Kaiser Wilhelm II für abgesetzt. Dieser floh einen Tag später  in die Niederlande. Damit endete die 30jährige Herrschaft Kaiser Wilhelm II. Noch am gleichen Tag proklamierte der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die Deutsche Republik. Fast gleichzeitig rief der sozialistische Spartakusführer, der jüdischstämmige Karl Liebknecht, vom Berliner Stadtschloss die Freie Sozialistische Republik Deutschland aus. Damit war das Ende der Herrschaft der Monarchen und Fürsten über Deutschland besiegelt.

Feldherrnhalle

Autor und Quelle: Holger Weinandt und Boenj

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Vor 85 Jahren

Hitler-Putsch vor Feldherrnhalle scheitert


Die noch junge Weimarer Republik erlebte im Jahr 1923 schwere außen- und innenpolitische sowie wirtschaftliche Krisen. Im Januar 1923 besetzte Frankreich das Ruhrgebiet als Repression für die schleppenden Reparationszahlungen des Deutschen Reiches (Bedingung des sog. Versailler Friedensvertrag von 1919). Die Reichsregierung verkündete daraufhin den passiven Widerstand gegen die französischen Besatzer. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland mit einer Hyperinflation im August 1923 dramatisch verschlechterte, erklärte der neue Reichskanzler von Stresemann den Ruhrkampf für beendet. Dies führte zu massiven Verstimmungen in den nationalen Kreisen. In Bayern übernahm daraufhin  der rechtskonservative  Gustav von Kahr, mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet, die Macht in Bayern. Sehr bald kam es zum Konflikt zwischen von Kahr und der Reichsregierung, weil von Kahr Anweisungen aus Berlin ignorierte. Im Oktober 1923 spitzte sich die Lage im Reich weiter zu, nachdem es in Sachsen, Thüringen und Hamburg zu kommunistischen Aufständen kam. Aufgrund dieser Ereignisse planten nun nationalistische Gruppen unter der Führung der Nationalsozialisten um Adolf Hitler die Machtübernahe. Auch von Kahr und der Befehlshaber der Reichswehrtruppen in Bayern, General Lossow, dachten über Pläne zur Errichtung einer nationalen Diktatur nach, um vor allem die Machtübernahme der Kommunisten zu verhindern.  Am 8. November 1923 erfuhr  Hitler von einer Veranstaltung mit von Kahr und Lossow im Bürgerbräukeller in München. In den Abendstunden erschien Hitler mit seinen Anhängern erklärte den Saal  von seinen SA-Männern umstellt und rief dabei die nationale Revolution aus. In dem Aufruf hieß es: „Proklamation an das deutsche Volk! Die Regierung der Novemberverbrecher in Berlin ist heute für abgesetzt erklärt worden. Eine provisorische deutsche National-Regierung ist gebildet worden. Diese besteht aus General Ludendorff, Adolf Hitler, General von Lossow, Oberst von Seißer“

Hitler plante nach dem Vorbild der italienischen Faschisten um Mussolini (1922 erfolgreicher Marsch nach Rom) einen Marsch von in Bayern stationierten Reichswehrverbänden und anderen nationalistischen Wehrverbänden nach Berlin.
Generalkommissar von Kahr, sowie die Reichswehroffiziere Lossow und Seißer stellten sich aber nur wenige Stunden nach der Proklamation der nationalen Revolution gegen Hitler.

Als am nächsten Morgen, den 9. November 1923, Hitler und seine Anhänger ihren Marsch in München starteten, wurden sie vor der Feldherrnhalle von Polizisten aufgehalten. Es kam schließlich zu einem Feuergefecht, bei der sich der Demonstrationszug schließlich schnell zerstreute. Bei der Schießerei wurden sechzehn Nationalsozialisten (unter ihnen der Diplomat von Scheubner-Richter) , vier Polizisten und ein unbeteiligter Passant getötet. Damit war der Hitler-Putsch gescheitert. Hitler und Ludendorff wurden daraufhin bald verhaftet.

Nach dem gescheiterten Putsch zog Hitler die Lehre, dass eine Machtübernahme in Deutschland nur mit legalen Mitteln möglich sei.

 




Österreich-Ungarn
Die Österreichisch-Ungarische Monarchie und die Schweiz 1899
Quelle und Autor:
D. H. Lange "Volksschul-Atlas", Dreihundertste Auflage, George Westermann in Braunschweig, 1899, by Olahus
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Vor 90 Jahren

 

Zusammenbruch der Donaumonarchie Österreich-Ungarn

Im Oktober 1918 brach die im Jahre 1867 gegründete, von den Habsburgern beherrschte Doppelmonarchie Österreich-Ungarn zusammen. Die Nationalitätenkonflikte im Vielvölkerstaat, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts schärfer wurden, waren nun unter den Folgen des 1. Weltkrieges nicht mehr beizulegen. Insbesondere die Tschechen betrieben die Zerstörung der Donaumonarchie; so waren es die führenden tschechischen Politiker Thomas Masaryk und Edward Benesch, die zum Kampf gegen die Habsburger aufriefen. Ab 1916 desertierten immer mehr tschechische Soldaten. Diese Deserteure gründeten  die Tschechische Legion, die auf der Seite der  Entente kämpfte. Im Jahr 1918 spitzte sich dann die Lage dramatisch zu. Am 10. April 1918 forderten auf dem Nationalitätenkongress in Rom die  Tschechen, Südslawen, Polen und Rumänen, unter Berufung  auf die Forderungen des amerikanischen Präsidenten Wilson, das Selbstbestimmungsrecht ihrer Völker. Mit dem Vertrag von Pittsburgh am 30. Mai 1918 proklamierte Masaryk die Tschechoslowakische Republik. Im Oktober 1918 eskalierte die Lage noch weiter. Um eine Entspannung der Nationalitätenkonflikte zu erreichen, erließ am 16. Oktober 1918 Kaiser Karl I das sog. Völkermanifest. Dies sah vor, dass die österreichische Reichshälfte unter der Schirmherrschaft des Kaisers in eine Konföderation freier Völker umgewandelt wird. Die Nationalitäten Österreich-Ungarns wurden aufgerufen, eigene Nationalräte zu bilden. Am 21. Oktober 1918 konstituierte sich in Wien die Provisorische Nationalversammlung Deutsch-Österreichs (einschließlich der Sudetengebiete). Am 28. Oktober 1918 wurde  in Prag die Tschechoslowakische Republik ausgerufen. Einen Tag später verkündeten  die Abgeordneten der Deutsch-Böhmischen Landesversammlung den Anschluss ihres Landes an Deutsch-Österreich. Ebenso erklärten an diesem Tag  die Südslawen ihren Anschluss an den neuen Staat Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.(ab 1929 offiz.  Jugoslawien)

Am 30. Oktober 1918 beschloss  die Nationalversammlung in Wien, die vom Sozialistenführer Karl Renner ausgearbeitete Verfassung mit dem Bekenntnis:„Deutsch-Österreich ist Bestandteil der Deutschen Republik“ anzunehmen. Noch am gleichen Tag schlossen sich die Sudetengebiete Deutsch-Österreich an. Am 31. Oktober 1918 wurde der Donaumonarchie durch den Austritt Ungarns aus der Personalunion mit Österreich, der Todesstoß versetzt.

Am 11. November 1918 musste Kaiser Karl I auf Druck der republikanisch gesinnten Abgeordneten der Nationalversammlung auf sein Amt verzichten. Einen Tag später musste er auch seinen Regierungsverzicht über Ungarn erklären. Damit endete auch die jahrhundertlange Herrschaft der Habsburger. Am 12. November 1918 wurde die Deutschösterreichische Republik ausgerufen.

In den sog. Friedensverträgen von 1919 wurde von den Siegermächten der Anschluss Deutsch-Österreichs an das Deutsche Reich aber untersagt.



Westfälischer Friede
Quelle und Autor:
Unterzeichnung des Westälischen Friedens 1648 in Münster,
Deutschland von Gerard Terborch (1617 - 1681) Gerard ter Borch
II
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Vor 360 Jahren

Nach langwierigen Verhandlungen konnte am 24. Oktober 1648 mit dem sog. Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück der Dreißigjährige Krieg beendet werden. Der Westfälische Frieden bedeutete für das Reich massive Machteinbußen und Gebietsverluste. So zerfällt Deutschland in 2000 souveräne Klein- und Kleinststaaten.
Das Land ist durch 30 Jahre Krieg verwüstet. Millionen Deutsche kamen durch den Krieg, Hunger und Krankheit ums Leben.
Die Deutschen benötigten mehrere Jahrzehnte, bis sie sich von dieser nationalen Katastrophe erholt hatten.



Prinz Eugen
Quelle und Autor:
Jacob van Schuppen (1670 - 1751)
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Vor 345 Jahren

Am 18. Oktober 1663 wurde in Paris Prinz Eugen von Savoyen geboren. 1683 begann seine Karriere in der österreichischen Armee. Berühmt wurde er als Feldherr durch die Schlacht bei Zenta am 11. September 1697, wo es ihm gelang, die osmanische Armee vernichtend zu schlagen. Im sog. Spanischen Erbfolgekrieg von 1701 – 1714 konnte Prinz Eugen auf Seiten der Österreicher erneut zahlreiche Siege verbuchen, so bei der Schlacht bei Höchstädt (1704)
Am 21. Februar 1707 wurde Prinz Eugen vom Reichstag zum Reichsfeldmarschall gewählt.
Bei einem erneuten Türkenkrieg von 1716 bis 1718 konnte unter seiner Führung die Festung Belgrad erobert werden. Sein letzter Einsatz als Feldherr war im sog. Polnischen Erbfolgekrieg (1734-1735) Hier befehligte er die Reichstruppen am Rhein gegen die Franzosen. Er starb am 21. April 1736 im Alter von 72 Jahren in Wien.

Prinz Eugen war mit Sicherheit einer der bekanntesten Feldherren zu Beginn des 18. Jahrhunderts.




Völkerschlacht bei Leipzig 1813

Völkerschlacht bei Leipzig (16. - 19. Oktober 1813). Der verwundete Major von Sohr, den Säbel in der Linken führend, an der Spitze der Brandenburgischen Husaren bei Möckern (16. Okt. 1813)
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Vor 195 Jahren

Vom 16. bis 19. Oktober 1813 wütete die sog. Völkerschlacht bei Leipzig, die bedeutendste Schlacht des sog. Befreiungskrieges gegen Napoleon (1813-1815). An der viertägigen Schlacht waren über 500 000 Soldaten aus zahlreichen Nationen beteiligt. Zu diesem Zeitpunkt die größte Schlacht der Weltgeschichte. Dabei gelang es den verbündeten Armeen der Preußen, Österreicher, Russen und Schweden das französische Heer zu besiegen. Nach dieser Niederlage sah sich Napoleon gezwungen sich aus Deutschland zurückzuziehen. Bei den für beide Seiten verlustreichen Kämpfen wurden insgesamt über 100 000 Soldaten getötet.



Gau Sudetenland

Quelle und Autor: : User
Aivazovsky
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Vor 70 Jahren – Münchner Abkommen: Durchbruch für das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen.

Mit dem Münchner Abkommen, das vor 70 Jahren am 29. September 1938 zwischen den Vertretern Deutschlands, Italiens, Großbritanniens und Frankreichs als völkerrechtlich anerkannter Vertrag abgeschlossen wurde, sah die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete von der Tschechoslowakei an das Deutsche Reich vor. Damit erfüllte sich für die Sudetendeutschen nach zwanzig Jahren tschechischer Unterdrückung der Wunsch auf Anschluss an das deutsche Mutterland, wie er von den Sudetendeutschen bereits 1918 gefordert worden war. Allerdings ignorierten die Siegermächte des Ersten Weltkrieges den Wunsch auf Selbstbestimmung der Sudetendeutschen und verboten den Anschluss der deutsch-böhmischen Gebiete an Deutsch-Österreich. Im Januar 1919 besetzte schließlich tschechisches Militär das Land. Jeglicher Widerstand gegen die tschechischen Besatzer wurde brutal niedergeschlagen. So wurden bei einer Demonstration am 4. März 1919 in verschiedenen Städten  54 Sudetendeutsche durch tschechische Soldaten getötet. Der Konflikt zwischen Tschechen und Sudetendeutschen liegt also nicht, wie uns heute von antideutschen Geschichtsverfälschern  erklärt wird, im Münchner Abkommen von 1938 begründet, sondern in den Ereignissen der Jahre 1918/1919.  Nach der Niederlage des Dritten Reiches am 8. Mai 1945 leitete der tschechische Präsident und Deutschenhasser Edward Benesch die Vertreibung der  Sudetendeutschen  ein, die über 200 000 Sudetendeutsche nicht überlebten. Mit der menschenverachtenden Vertreibung der Sudetendeutschen 1945/1946 hatte Benesch nun sein Ziel erreicht, das er bereits 1918 angestrebt hatte.

 

Porträt Ulrich von Hutten

Porträt: Ulrich von Hutten, Holzschnitt /  Kupferstichkabinett, Berlin
Quelle: Josef Nadler: Literaturgeschichte des deutschen Volkes, Bd. 1, Berlin 1939, S. 291

Autor: Erhard Schön (ca. 1491-1542)
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Vor 485 Jahren

am 29. August 1523 starb Ulrich von Hutten im Alter von 35 Jahren auf der Insel Ulenau bei Zürich. Geboren wurde er am 21. April 1488 in Steckelberg bei Fulda. 1511 schrieb er ein Buch zum Thema Verskunst, das ihn schließlich bekannt machte. 1512 verfasste er nationale Mahntexte an Kaiser Maximilian I und an die deutschen Fürsten, den Krieg in Italien fortzusetzen. 1517 wurde Ulrich von Hutten von Kaiser Maximilian I mit der Dichterkrone ausgezeichnet und zum Reichsritter ernannt. Gegenüber dem Papsttum war er sehr kritisch eingestellt und in Schriften rief er die deutsche Nation zum entschlossenen Kampf gegen den Papst auf. 1522 schloss er sich Franz von Sickingen an, der mit dem Ritteraufstand versuchte, die katholische Kirche zurückzudrängen. Der Aufstand scheiterte aber und Ulrich von Hutten musste sich schließlich in die Schweiz absetzen, wo er wenige Monate später verstarb.

Ulrich von Hutten war ein glühender deutscher Patriot, der insbesondere durch seine Schrift Arminius den Helden der Schlacht im Teutoburger Wald als „ersten unter den Vaterlandsbefreiern“ feierte.



Theodor Körner
Foto: Porträt Theodor Körner 1813/1814
Urheber und Autor:  Emma Sophie Körner (1788 - 1815)
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Vor 195 Jahren

Am 26. August 1813 wurde der im Jahr 1791 in Dresden geborene und bekannte Dichter und Dramatiker Theodor Körner während des Befreiungskampfes gegen die napoleonische Herrschaft bei der Schlacht bei Gadebusch getötet.
Körner war ein glühender deutscher Nationalist, der sich sein ganzes Leben für ein freies Deutsches Reich eingesetzt hat. Körners unerschütterlicher  Glaube an das deutsche Volk und seine Opferbereitschaft ist auch heute noch bewundernswert. Dazu noch ein kurzes Zitat von Theodor Körner, das auch heute noch Gültigkeit hat.
"Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott!
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!"



Friedrich Wilhelm I

Foto: Staatsporträt Friedrich Wilhelm I. um 1733
Urheber und Autor: Antoine Pesne
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation 
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Vor 320 Jahren

Am 14. August 1688 wurde der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I in Kölln bei Berlin geboren. 1713 wurde er König von Preußen. Während seiner Herrschaft (bis zu seinem Tod im Jahr 1740) baute er in Preußen die viertstärkste Armee Europas auf. Neben seiner Vorliebe für das Militär organisierte er ein umfangreiches Finanzwesen und führte am Hofe drastische Sparmaßnahmen ein.  Friedrich Wilhelm I schuf die Voraussetzung für die spätere Großmachtstellung Preußens

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Georg von Frundsberg
Foto: Dieses Porträt von Georg von Frundsberg stammt aus dem Buch "Zweihundert deutsche Männer", herausgegeben von Ludwig Bechstein, Leipzig 1854
Urheber und Autor:
Ludwig Bechstein
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Vor 480 Jahren

Am 20. August 1528 starb  der „Vater der Landsknechte“, Ritter Georg von Frundsberg. Der im Jahr 1473 in Mindelheim geborene Frundsberg war immer ein Streiter für Kaiser und Reich und  gilt als Begründer des modernen Militärwesens. Er erkannte, dass die Zeit der gepanzerten Reiter zu Ende war und der Schwerpunkt des Kampfes auf die Infanterie überging. Deshalb stellte er eine schlagkräftige Truppe von Pikenieren auf. Seinen spektakulärsten Erfolg feierte Frundsberg in der Schlacht bei Pavia im Jahr 1525. Dabei gelang es ihm, ein starkes 
französisches Heer zu vernichten.

 


Der Regensburger Dom

Quelle: Sebastian Cieslik©iwww.pixelio.de


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